Im Oktober des Jahres tauchte dann doch noch - eigentlich eher unerwartet - eine
AMD Radeon HD 2900 Pro im Markt auf. Unverhofft kommt oft: AMD hatte ursprünglich Planungen eine 2900 Pro und GT mit einem 256-bit Speicherinterface zu präsentieren, doch unsere
Tests seinerzeit zeigten, dass wir es mit einer reinrassigen
HD 2900 XT zu tun hatten, welche lediglich in den Taktraten minimiert antrat. Ein kurzes Vergnügen sollte es werden, denn die HD 2900 Pro Karten der "Partner" von AMD, waren praktisch nur in limitierter Auflage für kurze Zeit verfügbar. Die
HD 3850 und die
HD 3870 sollten es danach richten. Und nun taucht tatsächlich im Markt eine AMD HD 2900 Pro auf, welche über eine 256-bit Speicherinterface vergübt.
Wohl eher zufällig fällt der Blick auf diese Karte, hat doch ein Anwender im
3DCenter-Forum ein solches Produkt erworben. Wie aus den Zeile hervorgeht, handelt es sich um eine Sapphire 2900PRO 512MB 256bit Grafikkarte, welche aktuell in unserer Preissuchmaschine mit
runden 130 Euro gehandelt wird. Dabei arbeitet die Karte nicht auf einer kleineren Fertigungstechnologie, sondern stellt ebenfalls wieder eine AMD Radeon HD 2900 in üblicher Fertigung dar - kein neuer Chip also. Die GPU-Taktrate liegt bei 600 MHz, die Speichertaktrate bei 800 MHz. 320 Streamprozessoren, 80nm Fertigung, 512 Mbyte Hauptspeicher - eine HD 2900 eben.
Doch der Preis macht die Musik. In Zeiten, in welchen eine 8800 GT praktisch noch nicht käuflich zu erwerben ist und wenn, dann zu absolut hohen Preisen in Bereichen von 250 Euro aufwärts - da wo HD 3870 Karten noch immer erst im Markt erwartet werden, obgleich vorgestellt - da könnte eine solche HD 2900 Pro zu 130 Euro durchaus sehr attraktiv sein. Es scheint sich dabei einfach abermals um eine in Taktraten abgesenkte HD 2900 XT zu handeln - diesesmal angeblich durch andere Organisation der Speicherbankbetückung eben auf 256-bit Speicherbandbreite begrenzt.
Faktisch bleibt es natürlich bei den HD 2900-Mankos, was Stromverbrauch und Lüfterlautstärke betrifft, doch alles das könnte eher sekundär werden, bei all den verärgerten Anwendern, die noch immer auf Lieferung ihrer 8800 GT oder HD 3870 Bestellungen warten. Selbst mit einem 256-bit Speicherinterface und dennoch vollem Technikausbau zur HD 2900 XT, dürfte diese Karte sich nur wenig schlechter schlagen als eine reguläre HD 2900 XT. Möglicherweise bietet sie auch noch entsprechendes Überbtaktungspotential und eben das Hauptargument bleibt beim Preis. Denn für
130 Euro kann man aktuell noch nicht einmal eine "langsame" 8600 GTS von NVIDIA kaufen.
Wo sich die HD 2900 XT und die "bisherige" Pro-Variante in aktuellen Vergleichen zur GTS, GTS 512 oder zur GT schlägt, haben wir im letzten Artikel
gezeigt.
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