NVIDIA bekommt den Druck von AMD immer stärker zu spüren und will deshalb die Preise für die eigenen Grafikchips laut Digitimes noch weiter reduzieren. Nachdem AMD
letzten Marktstudien zufolge seinen Anteil wesentlich ausbauen konnte, sitzt NVIDIA wie auf Kohlen.
Das Unternehmen kann derzeit dem Erstarken der Wettbewerber offenbar kaum etwas entgegen setzen außer mit Preissenkungen der eigenen Produkte. Als neutraler Betrachter mag man sich wundern, warum man sich trotz guter Leistung bei den Single-Chip-Lösungen nicht recht durchsetzen kann.
Erklärungen bieten möglicherweise die lange Zeit aggressiven Preise von AMD um gegen NVIDIAs Übermacht bestehen zu können. Durch den recht guten Wurf des RV770 konnte man sich nun wieder deutlich weiter auf dem Markt aufstellen und bietet Produkte mit guter Performance in nahezu allen Marktsegmenten, die auch noch preislich günstiger ausfallen. NVIDIA scheint hier nicht in der Lage, dem Käufer vergleichbare Produkte zu ähnlichen Preisen zu bieten.
Hoffnung bietet möglicherweise die
40-nm-Fertigung, die Anfang 2009 starten soll und die Herstellungskosten für die Grafikchips wieder etwas senken dürfte, wenn die Produktion zufriedenstellend funktioniert.
Für AMD scheint derweil die Zeit gekommen zu sein, die reifen Früchte zu ernten. Man muss hier allerdings in Anbetracht der weltweiten wirtschaftlichen Lage abwarten, ob AMD trotz guter Produkte nicht schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort gelandet ist. Hier dürfte NVIDIA in den vergangenen Jahren deutlich bessere Rahmenbedingungen vorgefunden haben.
[rl]