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 Gilt DirectX 10.1 bald doch als Kaufargument?

Grafik | 28.08.2008, 10:30
Nach den Vorstellungen von AMD ist DirectX 10.1 schon lange ein Kaufargument, doch bisher galt immer, dass die Anzahl der Spiele viel zu gering ist. Selbst für DirectX 10 lassen sich die Spiele fast an zwei Händen abzählen. Um dies jetzt zu ändern hat AMD eine Zusammenarbeit mit mehreren Spiele-Entwicklern angekündigt.

Darunter finden sich Unternehmen, wie Electronic Arts, Sega und NHN Games. Auch wurden schon konkrete Spiele genannt, so wird Electronic Arts Phenomic Studio mit seinem Fantasy-Strategiespiel “Battleforge“ ins Rennen gehen. Sega wird zum Einstieg in die DirectX-10.1-Welt das Echtzeit-Strategiespiel “Stormrise“ nutzen und NHN geht mit dem 3D-Rollenspiel “Cloud 9“ ins Rennen. Die Release-Termine streuen sich jedoch von vierten Quartal diesen Jahres, wie bei “Battleforge“, bis irgendwann im Laufe des Jahres 2009, wie bei “Stormrise“.

Ebenfalls wird eine Zusammenarbeit mit Blizzard Entertaiment angekündigt. Daraus wird vereinzelt das Gerücht gebildet , dass “World of Warcraft“ demnächst mit DirectX-10.1-Elementen versehen wird, um den Druck auf NVIDIA zu erhöhen. Dies ist jedoch unwahrscheinlich, da Blizzard sicherlich nicht einen großen Teil ihrer Spieler aussperren will, denn “World of Warcraft“ setzt nicht so hohe Ansprüche an die Grafikkarte, weshalb auch entsprechend schwache Computer dort zum Einsatz kommen. Wahrscheinlicher ist also, dass der Nachfolger von “World of Warcraft“ entsprechend mit DirectX 10.1 arbeiten wird.

Natürlich versucht AMD mit dieser Zusammenarbeit den Druck auf NVIDIA zu erhöhen, die bisher von einer Unterstützung von DirectX 10.1 abgesehen haben. Die Frage ist nur, wie Erfolgreich dieses Vorhaben sein wird. So hatte Ubisoft bei "Assassin's Creed" entsprechende DirectX-10.1-Elemente nach einem Patch entfernt. Es bleibt also weiterhin fraglich, ob sich die breite Masse der Spiele-Entwickler in diese Richtung bewegen lässt. Immerhin würde man mit der Festlegung auf DirectX 10.1 zur Zeit sämtliche NVIDIA-Besitzer aussperren, was für die Entwickler ein großer Verlust wäre. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass es sich vorerst weiterhin so verhalten wird, dass die Anzahl der Spiele für DirectX 10.1 verhältnismäßig gering bleiben wird. Auch könnte die Möglichkeit zum Einsatz kommen, die DirectX-10.1-Elemente optional einzuführen. Dies würde aber nicht den Druck auf NVIDIA in der gewünschten Form erhöhen.

[dk]



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